Polybius-Quadrat
Verwandle Buchstaben in 5×5-Gitterkoordinaten (A → 11) und zurück, mit optionalem Schlüsselwort.
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Polybius-Quadrat
Das Polybius-Quadrat ist eine der ältesten überlieferten Chiffren: ein 5×5-Gitter des Alphabets, in dem jeder Buchstabe zu seinem Zeile-Spalte-Paar wird — A ist 11, B ist 12, Z ist 55, wobei I und J sich eine Zelle teilen, damit 26 Buchstaben in 25 Zellen passen. Die alten Griechen signalisierten es mit Fackeln; heute taucht es in Escape Rooms, Geocaching-Rätseln, CTF-Challenges und im Kryptografie-Unterricht auf.
Das Verschlüsseln macht aus Text Ziffernpaare mit Leerzeichen dazwischen und einem / an jeder Wortgrenze — MEET AT NOON wird zu 32 15 15 44 / 11 44 / 33 34 34 33, und der Rückweg stellt die Wörter wieder her. Das Entschlüsseln ist nachsichtig: Paare dürfen durch Leerzeichen, Kommas oder gar nichts getrennt sein — zusammengeklebte Läufe wie 2324 teilen sich selbst — und ein ungültiges Paar wird namentlich gemeldet statt still übersprungen. Umlaute und Akzente werden zuerst normalisiert, ä kodiert also als A und č als C, ł und ß fallen auf ihre lateinische Basis zurück.
Das Schlüsselwort ordnet das Gitter auf die klassische Art neu: Seine Buchstaben (ohne Dubletten) füllen die ersten Zellen, der Rest des Alphabets folgt. Mit SECRET wird S zu 11 und E zu 12 — dieselbe Nachricht kodiert völlig anders, und nur wer das Schlüsselwort kennt, legt dasselbe Gitter.
Wie jede klassische Chiffre ist es ein Rätsel, kein Schutz — Frequenzanalyse bricht es schnell. Alles läuft lokal in deinem Browser, und nichts, was du tippst, verlässt je dein Gerät.