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Bacon-Chiffre

Kodiere Text als fünfsymbolige A/B-Gruppen mit Bacons biliteraler Chiffre, und zurück.

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Bacon-Chiffre

Francis Bacon ersann seine biliterale Chiffre 1605 auf einer wunderbar schlichten Idee: Mit nur zwei Symbolen kodierst du das ganze Alphabet, wenn du sie in Fünfergruppen nutzt — 2⁵ ist 32, mehr als genug für 26 Buchstaben. A wird zu AAAAA, B zu AAAAB und so fort. Dieses Tool kodiert Text in diese A/B-Gruppen und dekodiert sie zurück, ein Buchstabe je Fünfergruppe.

Ihr Kniff waren nie die A/B-Buchstaben selbst, sondern dass sie sich vor aller Augen verstecken konnten: eine Nachricht in zwei kaum unterschiedlichen Schriftarten, zwei Tintentönen oder aufrechten gegenüber kursiven Buchstaben trägt ein Bacon-kodiertes Geheimnis unsichtbar. Das macht sie zum Steganografie-Klassiker, zum Stammgast von Rätseljagden, Escape Rooms und CTF-Aufgaben — und der Grund, warum eine Seite scheinbar gewöhnlichen Textes eine verborgene Botschaft in Fünferschritten halten kann.

Zwei Alphabete werden geboten. Die klassische 24-Buchstaben-Version ist Bacons Original, in der I und J einen Code teilen und U und V einen Code teilen — eine Eigenheit des damaligen lateinischen Alphabets. Die moderne 26-Buchstaben-Version gibt jedem Buchstaben seinen eigenen Code, sie läuft also verlustfrei hin und zurück. Kodieren gruppiert Buchstaben in Wörter, getrennt durch einen Schrägstrich zur Lesbarkeit; Dekodieren ignoriert alles außer A und B (und akzeptiert auch 0/1) und liest den Strom in Fünfern, du kannst die Nachricht also beliebig formatiert einfügen.

Alles läuft lokal in deinem Browser — dein Text verlässt dein Gerät nie.

Häufige Fragen

Warum hat das klassische Alphabet nur 24 Buchstaben?
Bacon arbeitete mit dem lateinischen Alphabet seiner Zeit, in dem I und J derselbe Buchstabe waren und U und V derselbe. Der klassische Modus bildet das ab: I/J teilen einen Code und U/V teilen einen Code, „J" kodiert also zum „I"-Code und dekodiert zu I. Für alle 26 distinkt nimm modern.
Warum verliert das Dekodieren klassischen Textes manchmal einen Buchstaben?
Wegen der I/J- und U/V-Faltung. „JUMP" klassisch kodiert speichert I- und U-Codes, dekodiert also zu „IUMP" — das ursprüngliche J und V sind nicht wiederherstellbar. Brauchst du einen perfekten Rundlauf, nimm beidseitig das moderne 26-Buchstaben-Alphabet.
Kann ich eine Nachricht mit anderen Buchstaben als A und B dekodieren?
Ja. Der Decoder behält nur A/B (unabhängig von Groß-/Kleinschreibung) und nimmt 0 als A und 1 als B, alles andere ignoriert er. Eine als zwei Schriftarten versteckte Nachricht, oder mit beliebigen zwei auf A/B abgebildeten Symbolen, dekodiert, sobald du sie zu A/B oder 0/1 überträgst.
Was passiert mit Ziffern, Leerzeichen und Satzzeichen?
Beim Kodieren werden Buchstaben zu Codes und Wortgrenzen zu einem Schrägstrich; Ziffern und Satzzeichen fallen weg, damit der A/B-Strom rein bleibt. Beim Dekodieren zählen nur A/B (oder 0/1), alles andere wird ignoriert, Formatierung spielt also nie eine Rolle.
Wird mein Text irgendwo hochgeladen?
Nein. Die Chiffre läuft vollständig in deinem Browser und dein Text verlässt dein Gerät nie.